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Reisevision

Entdeckt mit uns fremde Länder, einzigartige Kulturstätten und beeindruckende Weltwunder, den Zusammenprall alter und neuer Kulturen, interessante Menschen mit besonderer Ausstrahlung. Lasst Euch verzaubern von faszinierend schönen Naturerlebnissen.

Was immer Eure Fantasie beflügelt – Ihr erlebt es auf unseren außergewöhnlichen Reisen zu den mystischen Schönheiten dieser Welt, wobei unser Lieblingszielgebiet Asien bleibt.
Diese Reisen richten sich an all jene, die außergewöhnliche Reisen auf hohem Niveau lieben. Das Abenteuer „Leben“ wird uns durch diese spirituellen Reisen wieder sehr bewusst werden, denn wir lassen uns auf das Erlebnis ein, die Welt mit den Augen der Einwohner Asiens zu sehen. Mystical Asia waits for you!

Der asiatische Kontinent hat viele Gesichter – antike Kultstätten unter schneebedeckten Gipfeln, windgepeitschte Felsformationen an tropischen Stränden und elegante Metropolen. Wir begegnen auf diesen außergewöhnlichen Reisen unterschiedlichen Menschen und ihren vielfältigen kulturellen Traditionen.

Das Außergewöhnliche zu erleben war immer schon die Intention unserer Reiselust – und das mit höchstmöglichem Komfort. Kompromisslos, aufregend, außergewöhnlich und auf höchstem Niveau organisieren wir von Airservice Abenteuerreisen mit dem Reiseleiter Dr. Robert Schmid zu den schönsten Gebieten unserer Erde und das bereits seit über 30 Jahren!

Sie reisen mit Dr. Schmid durch pulsierende Länder, wo sich Antike und Zukunft treffen, wo alte Kulturen eine reizvoll exotische Note bekommen haben und werden eins mit ihnen. Die Welt wird Sie berühren und Sie nach Eurer Rückkehr noch ein wenig lebens- und erhaltenswerter erscheinen.

Für diejenigen, die Wert auf persönliche Erfahrung legen, die die Lust zu Entdecken im Herzen tragen, und sich freuen neue Bekanntschaften zu machen, haben wir ein außergewöhnliches Reiseprogramm mit einem außergewöhnlichen Reiseleiter zusammengestellt.

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Reiseleiter

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Robert C. Schmid

Ethnologe und mehrfacher Buchautor, hat 31 Jahre Reiseerfahrung und über 186 Weltreisen und Expeditionen rund um den Globus durchgeführt.
Während dieser Zeit entstanden sieben Publikationen, eine davon weltweit.

 

Robert Schmid arbeitet als schamanistischer Managementberater & Ethnologe, ist Gründer der Summeracademy of shamanism, Familienvater, Reisesüchtiger, Globetrotter, Vespafahrer, ewiger Abenteurer und trinkt gerne mal ein gutes Glas Rotwein.

“Außergewöhnliches zu erleben und zu entdecken war schon immer die eine Triebfeder unserer Abenteuer und Expeditionen, die Welt mit den Augen der Einheimischen zu sehen, die andere. Wir reisen immer nur in Kleingruppen ‘off the beaten track’ als Nomaden der Neuzeit mit viel individueller Freiheit, lernen die Philosophie des Lebens neu kennen und machen unsere Träume wahr.”

Der Abenteuercharakter ist sehr hoch, der Komfort dennoch vorhanden. Die Erlebnisse sind sehr tiefgehend, da wir mit den Menschen der Steppen, Berge und Regenwälder hautnah leben und ihren Kulten, Festen und Ritualen an vorderster Front beiwohnen.

Bisher erschienene Publikationen

  • Menschen am Dach der Welt, Aquus Verlag
  • Tränen im Wind, Schmid/Ragger Wolf Verlag
  • Die letzten Nomaden, Schmid/Bendl, Verlag Styria
  • Tibet – vom Mythos zur Unendlichkeit, Schmid/Bendl, Holzhausen Verlag
  • Die letzten Waldmenschen, Adeva
  • Mythos der Südsee, Schmid/Bendl, Adeva
  • Asien – Kulte, Feste, Rituale, Schmid/Trupp, Verlag Christian Brandstädter
  • Tribal asia – Thames & Hudsen, London

 

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china

Das andere China

Guizhou & Yunnan – Stämme, Kulte, Rituale

Reisezeitraum 2017: 5. November – 19. November 2017
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Guizhou und Yunnan sind auf der touristischen Landkarte noch weiße Flecken. In diesen beiden für viele europäischen Touristen weitgehend unbekannten Provinzen verbergen sich atemberaubende Landschaften und vielfältige Kulturen der ethnischen Minderheiten Dong, Miao, Bai und Tujia, die bis heute ihre Traditionen und Gebräuche beibehalten haben. In Guizhou gibt es 17 verschiedene ethnische Minderheiten, unter denen 14 als autochthon bezeichnet werden können. Im Laufe der chinesischen Geschichte in größerer Zahl zugewandert sind die Hui, Mandschu und Mongolen. Die meisten autochthonen ethnischen Minderheiten leben in den Bergen, wohin sie sich beim Vordringen der Han-Chinesen zurückgezogen haben.

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Auf dieser unvergesslichen Entdeckungstour erlebt ihr mit mir zauberhafte Berg- und Flusslandschaften, geradezun atemberaubende Reiseterrassen, Begegnungen mit freundlichen Einheimischen der Minderheiten in ihren bunten Trachten, und wir entdecken versteckte Altstädte und Dörfer mit historischen Gebäuden und einzigartigen Architekturen. Es ist eine Traumreise für jene die sich schon immer eine Tour durch das andere China wünscht haben. Nicht zu vergessen der Studienreise-Charakter: Eine Reise mit einer Mixtur aus Kulturhistorie, Ethnographie, Religions- und Geomorphologie. Es ist eine strukturierte Studienreise und Expedition, d.h. wir benötigen Flexibilität, denn die Stämme leben nach dem Mondkalender und bestimmen ihre Feste nach den seherischen Fähigkeiten der Alten.

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Feste werden in jedem Dorf unterschiedlich gefeiert, denn jede Gemeinschaft hat ihre eigenen Traditionen und Aktivitäten. Es kann vorkommen, dass wir unsere Route kurzfristig wegen Zeitänderungen der Festivals abändern müssen. Eine flexible Haltung und die Bereitschaft, sich auf notwendige Improvisation vorzubereiten, ist wichtig in dieser Region! Wir reisen durch Gegenden, die zu den ärmsten und entlegensten in China gehören und man ist nicht überall auf den Tourismus eingestellt.

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nordostindien

Nagaland, Kaziranga & Hornbill Festival

Tribal-Kulturen und Wildlife in Assam, Tirap und Nagaland

Reisezeitraum 2017: 21. November – 6. Dezember 2017
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Assam liegt im Nordosten Indiens und gehört zu den sogenannten sieben Schwesterstaaten, die nur durch einen schmalen Korridor mit dem Rest des Landes verbunden sind. Nachbarbundesstaaten sind Arunachal Pradesh im Nordosten, Nagaland und Manipur im Osten, Mizoram, Tripura und Meghalaya im Süden und Westbengalen im Westen. Der Großteil Assams gehört zum Flusstal des Brahmaputra, das zwischen dem Himalaya im Norden und den Bergen von Meghalaya, North Cachar und Nagaland im Süden liegt. Der Brahmaputra entspringt in Tibet und tritt, nachdem er den Himalaya in einer tiefen Schlucht durchquert hat, in die Flussebene Assams ein. Hier erreicht er stellenweise eine Breite von zehn Kilometern. Das Brahmaputra-Tal ist etwa 1000 Kilometer lang und 80 bis 100 Kilometer weit.

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Diese Tour gewährt Euch tiefe Einblicke in ein bisher unbekanntes Indien – wir besuchen abgelegen lebende Ethnien, wie die Apatani, Mishmi und Nishi und durchqueren eine abwechslungsreiche Landschaft mit Jeeps und Minibussen. Auf unserer Safari im Kaziranga-Nationalpark begegnen wir den vom Aussterben bedrohten Panzernashörnern aus nächster Nähe. Die Apatani in Ziro sind berühmt für ihre fein terrassierten Reisfelder, die noch den letzten Winkel des Tales nutzen. Die Frauen tragen traditionell einen Nasenpflock aus Bambus. Das spektakulärste Ereignis des Jahrs und gleichzeitig das Highlight ist das Hornbill-Festival in Kohima. Zu diesem Fest reisen alle 16 Ethnien des Nagalands an und präsentieren traditionelle Trachten, Rituale und Tänze. Besonders aufregend ist das Schlagen der mächtige Baumstammtrommeln, welches wir auch erleben werden. Ein großer Teil der indigenen Bevölkerung praktiziert Animismus oder ist zum Christentum konvertiert. Die Monpa und weitere Stämme im Westen Arunachal Pradeshs stehen kulturell den benachbarten Tibetern nahe und sind lamaistische Buddhisten.

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Im Osten des Bundesstaates ist unter den Khampti hingegen wie im benachbarten Burma der Theravada-Buddhismus verbreitet. Dem Hinduismus hängt vor allem die nichtindigene Bevölkerung in den Städten an, daneben praktizieren die Stämme der Nocte und Wancho eine elementare Form des Vishnuismus. Arunachal ist nicht nur ein aufregendes Stammesland, sondern auch ein bezauberndes Land mit wilder, unverdorbener Natur. Die Wälder bieten seltenen Vögeln, Elefanten, Schneeleoparden, Pandas und Moschusochsen Heimat. Freut Euch auf eine sehr außergewöhnliche Reise.



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Die Andamanen

Paradies im Indischen Ozean

Reisezeitraum 2018: 17. Januar – 4. Februar 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Die Andamanen und das benachbarte Archipel der Nikobaren bilden ein abgelegenes Stück Indien. Weit entfernt von der Landmasse des riesigen Subkontinents breiten sich die Inseln als einsame Landtupfer zwischen dem Golf von Bengalen und der Andamanensee – zwei Randgebieten des Indischen Ozeans – aus. Indonesien, Birma und Thailand mit der Strasse von Malakka liegen hier wesentlich näher als das indische Mutterland. An die 204 Inseln mit rund 300.000 Bewohnern umfasst der Andamanen Archipel. Etwa ein Drittel von diesen lebt in der Hauptstadt Port Blair auf South Andaman Island, wo sich rund 60 Prozent der Bevölkerung angesiedelt hat. Andere Eilande des Archipels sind kaum oder gar nicht bewohnt. Durch ihre abgelegenen Position führten die Inseln lange ein Schattendasein. Zwar war die Existenz der Inselgruppe bereits den Arabern und auch im mittelalterlichen Europa bekannt.

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Doch Genaues wusste man nicht. Dafür rankten sich zum Teil fantastische Geschichten um die Andamanen. Im sogenannten Pariser „Buch der Wunder“ aus dem 15. Jh. werden sie als Heimat wolfsköpfiger Menschen vorgestellt. Da der Archipel weder wertvolle Gewürze noch sonst interessante Handelsgüter bot, blieben die Andamanen auch im Zeitalter der Entdeckungen weitgehend unberührt. Erst die Engländer errichteten Ende des 18. Jh. im heutigen Port Blair einen Marinestützpunkt, der aber bald wieder aufgegeben wurde. Im 19. Jh. nutzten die britischen Kolonialherren die Inselgruppe als Strafkolonie für aufständische Inder. Die Andamanen galten als Ort der Verbannung und Strafe für politische Gefangene. Das Zellengefängnis (Cellular Jail) in Port Blair ist bis heute eine der Hauptsehenswürdigkeiten. Es galt während der Zeit seiner Nutzung als ein berüchtigter Ort und befand sich nahezu bis zum Ende der britischen Herrschaft in Betrieb.

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Heute sind diese Zeiten zum Glück vorbei und die Andamanen beginnen langsam, sich dem Tourismus zu öffnen – aber die Reiseaktivitäten bleiben auf bestimmte Gebiete beschränkt. Neben den Hauptinseln South, Middle und North Andaman Island können nur Havelock Island, Little Andaman und Long Island für längere Aufenthalte genutzt werden. Andere Inseln sind immerhin für Tagesausflüge zugänglich, andere dagegen gar nicht. Die benachbarten Nikobaren sind für Touristen ganz verschlossen.



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Gurus, Amchis & Schamanen

Das tibetische Neujahrsfest, Kraftplätze & Himalayamedizin

Reisezeitraum 2018: 11. – 23. Februar 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Während in Tibet die Neujahrsfeste immer mehr zum Aufmarsch des chinesischen Militärs und der Polizei werden, kann man in Nepal mit den tibetischen Volkstämmen das Neujahr in tiefer Religiosität unter Einhaltung der alten Traditionen und Rituale erleben. Die Feste der tibetischen Volksstämme, ihre Zeremonien und Rituale sind geprägt von Ursprünglichkeit, Authentizität und Einmaligkeit.

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In den Klöstern werden verschiedene Rituale zum Jahresanfang durchgeführt und wir werden hautnah dabei sein. Weiters treffen wir einen Rinpoche (eine Wiedergeburt eines hohen Lamas) für die Vertiefung mit dem Buddhismus. Neben den Ritualen, Maskentänzen und Klosterbesuchen erleben wir das Neujahr auch mit traditioneller Kulinarik. So gibt es Dresi (ein süßes Reisgericht mit Butter und Rosinen), Droma (Reis mit kleinen Kartoffeln) und Kapse (eine frittierte Süßspeise in vielerlei Größen und Formen), all diese Köstlichkeiten sind fixer Bestandteil der Festtafel, daneben Fleisch, Brot, Buttertee, und Tsampa.

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Neben dem tibetischen Neujahrsfest besuchen wir die Kraftplätze des alten Nepals unter anderen auch die geomantischen Highlights Svayampunath und Boudhanath. Im Bereich der Himalayamedizin treffen wir einen tibetischen Amchi (Arzt für traditionelle tibetische Medizin) und erfahren mehr über die diese Methode – wer will auch am eigenen Körper. Ein großes Schamanenritual in den Himalayabergen wird uns die Tiefe und die Trance im Schamanismus näher bringen.

Freuen Sie sich auf eine mehr als außergewöhnliche Reise!

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Grönland – Holiday on Ice

Mit dem Hundeschlitten durch die Arktis

Reisezeitraum 2018: 25. Februar – 6. März 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Diese Reise richtet sich an alle jene, die aufregende Reisen mit ein wenig Abenteuer lieben. Das Abenteuer Leben wird uns durch diese Reise wieder sehr bewusst werden, denn wir lassen uns auf das Erlebnis ein, die Welt mit den Augen der Einwohner Grönlands zu sehen.

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Die idealen Voraussetzungen für eine erlebnisreiche Hundeschlittentour in Grönland bietet die sogenannte Disko Bucht. Dieser Trail führt Sie auch zu den wundervollsten Plätzen im Hinterland und zum Inlandeis. Die Tagesetappen sind abhängig von Strecke und Witterung und dauern zwischen 3 und 6 Stunden. Für diese Tour werden körperliche Fitness und eine geeignete Ausrüstung vorausgesetzt. Tagesziele sind meist einfache Hütten die auch die grönländischen Fischer während Ihrer tagelangen einsamen Fahrten benutzen. Während der Hundeschlittentour erhalten Sie spezielle Winterbekleidung. Zur Verpflegung gehört Expeditionsnahrung, wie auch die örtliche Kost. Pro zwei Teilnehmer steht ein Gespann mit Führer zur Verfügung. Die Temperaturen im Februar/März betragen um die 15 Grad minus, Tendenz wärmer werdend!

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Freuen wir uns auf das Abenteuer Grönland!



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Abenteuer Spitzbergen

Eisbären-Beobachtungen in der Arktis

Reisezeitraum 2018: 5. – 15. April 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Eisbären, Gletscher, Aurea Borealis und eine Portion Abenteuergeist, das ist die perfekte Mischung für alle die Wintertouren in der Arktis lieben. Ich gebe zu, ich habe auch ein wenig länger gebraucht um mich mit der Arktis anzufreunden – jetzt allerdings hat sie mich in ihren Bann gezogen. Der Traum mit dem Snowmobil in der weiten schneebedeckten Landschaft unterwegs zu sein, Eisbären zu beobachten und bei Nacht die Polarlichter am Himmel tanzen zu sehen – das ist ein Erlebnis welches ihr nicht mehr vergessen werdet. Keine Angst um diese Jahreszeit hat es um die Null Grad tagsüber.

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Das Reich der Eisbären – so wie ich die Inselgruppe Spitzbergen nenne – befindet sich im Arktischen Ozean zwischen Norwegen und dem Nordpol in unberührter arktischer Wildnis voller Gletscher und einzigartiger Tierwelt in einer Landschaft aus Sand, Stein und Eis. Tiefverschneite Einsamkeit, mystische Eishöhlen und gewaltigen Gletscherfronten, alte russische Bergarbeitersiedlungen inmitten des Arktischen Ozean erzeugen eine Stimmung der Einmaligkeit. Wenn wir dann nach ein paar Tagen nichts weiter wahrnehmen als die einzigartige Stille der Arktis, dann sind wir angekommen im Reich des Eisbären.

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Freuen wir uns auf das Abenteuer Spitzbergen!



indonesien

Inseln der Zeit

Inselhüpfen zwischen Flores, Komodo, Lombok & Bali

Reisezeitraum 2018: 4. – 21. Mai 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Vielfältig sind die Eilande die den Inselstaat Indonesien so einzigartig und begehrenswert für Reisen machen. Mit Landschaften, die verzaubern, Kulturen, die berauschen, und Bewohnern, die man nur ins Herz schließen kann, ziehen die Inseln, die unterschiedlicher kaum sein könnten, ihre Besucher in den Bann. Die wohl bekannteste Insel des Landes ist Bali – die Insel der Götter, wie sie auch im Volksmund liebevoll genannt wird. Unzählige Tempel kann man verstreut auf der Insel finden und Opfergaben, Tempelfeste und religiöse Tänze gehören hier zum Alltagsbild. Der bekannteste Tempel ist der auf einem Felsen im Meer thronende Tempel Tanah Lot – ein Muss auf Indonesien Reisen.

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Kunst in allen erdenklichen Formen kann man hautnah im Inselinneren, z.B. in den Dörfern Ubud, Mas oder Celuk erleben. Umgeben von saftigen Reisterrassen und dichtem Dschungel haben sich dort Künstler aus allen Herrenländer angesiedelt. Darstellende Kunst in Form von Tanzvorführungen, traditionelle Handwerksbetriebe und Galerien können hier auf den Rundreisen bestaunt werden. Östlich der beliebten Urlaubsinsel Bali liegt das noch ursprüngliche Lombok. Auch wenn man Lombok die „kleine Schwester Balis“ nennt, haben die beiden Inseln tatsächlich wenig gemeinsam. Denn auf Lombok geht es wesentlich ruhiger und beschaulicher zu als auf der Götterinsel. Dominant thront auf Lombok der zweitgrößte Vulkan Indonesiens, der Gungung Rinjani, mit imposanten 3.700 m Höhe. Er wird von den Einheimischen als „Heiliger Berg“ verehrt. Ein weiteres Highlight sind die abgeschiedenen Gili-Inseln, vorgelagerte Inseln nordwestlich von Lombok – ein Paradies für Tauchfreunde und Schnorchler.

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Flores weiß mit einem Naturwunder zu begeistern. Fernab des Massentourismus findet man hier ein Naturphänomen der besonderen Art – die sagenumwobenen Kraterseen des Vulkan Kelimutu. Sie wechseln von Zeit zu Zeit ihre Wasserfarbe und leuchten mal in Türkis, Azurblau bis hin zu Smaragdgrün. Ob beim Erkunden der traditionellen Lebensweise im Bergdorf Wae Rebo oder beim Seele baumeln lassen an den Stränden von Flores, die Insel lohnt immer einen Abstecher. Komodo – die letzten Drachen unseres Planeten sind hier zu Hause: die weltbekannten Komodowarane. Schon vor einer halben Million Jahren streiften die Riesenechsen über die Welt und sind heutzutage nur noch in Indonesien zu finden. Sie erinnern an Dinosaurier und werden auch Drachen genannt, und das völlig zu Recht. Sie leben hier im indonesischen Komodo National Park dessen Schutzgebiet sich über die Inseln Padar, Rinca und Komodo streckt.



kamtschatka

Auf der Fährte des Bären

Lachse, Bären und aktive Vulkane

Reisezeitraum 2018: 15. – 28. Juli 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Ein einmalige Attraktion für Naturfreunde ist diese Erlebnisreise auf Kamtschatka, im Land der heißen Geysire und des Permafrosts, der aktiven und inaktiven Vulkane, der schnellen Flüsse und glasklaren Seen, der glitzernden Gletscher, schwarzen Lavafelder und leuchtend blauen Meeresbuchten.Die Halbinsel Kamtschatka liegt im äußersten Osten des Russischen Fernen Ostens, am östlichen Ende des eurasischen Kontinents. Sie wird im Südosten vom Pazifischen Ozean umspült, im Westen vom kalten und stürmischen Ochotskinschen Meer, im Osten von der ebenso kalten und stürmischen Beringsee.

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1200 km misst die Halbinsel von Nord nach Süd, 450 km von Ost nach West, sie ist damit so groß wie Frankreich, Belgien und Luxemburg zusammen. Zwei Drittel des Territoriums nehmen Bergketten ein. Wie die Erde selbst, wurde Kamtschatka aus dem Feuer geboren. Während die von Urgewalten bestimmte Entstehungsgeschichte für den größten Teil der Erde längst abgeschlossen ist, dauert sie in Kamtschatka immer noch an, noch immer spürt man hier die ungeheuren Energien des Kosmos und der Erde wie nirgends sonst. Die Halbinsel ist das nördlichste Bindeglied und eine der aktivsten vulkanischen Regionen im 2000 km langen Kurilen-Kamtschatka-Bogen, der Teil des pazifischen “Feuerrings” ist, einer Kette von Vulkanen, die sich an den Küsten des Pazifik entlang zieht.

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28 aktive und über 150 inaktive Vulkane zählt man auf Kamtschatka, dazu über 150 heiße Mineralwasserquellen. Zu den Vulkanen gehören die Avacha-Gruppe mit 5 Vulkanen, die Vulkane auf Südkamtschatka (Vilutschinskij, Opala, Gorelyj, Mutnovskij) sowie die aus 14 Vulkanen bestehende Kljutschevskij-Gruppe, deren höchster Gipfel mit 4835 m der höchste aktive Vulkan Eurasiens ist. Die Vulkane, die Untergrundhitze und der Einfluss des Meeres haben auf Kamtschatka 20 Klimazonen geschaffen, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit oft räumlich eng beieinander liegen.

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So kommt es, dass man auch bei kurzen Aufenthalten sowohl Badekleidung wie auch eine warme Jacke benötigt. Fauna und Flora sind einzigartig. Besonders berühmt ist auch der Kamtschatka-Braunbär; mit über 7500 Exemplaren bietet die Halbinsel die größte Bärenpopulation der Welt und dem gilt unsere volle Aufmerksamkeit. Ein Delikatesse nicht nur für Braunbären sind die 10 Lachsarten, die während ihrer Wanderungen Kamtschatkas Flüsse bevölkern, auch denen sind wir hinterher. Freut Euch auf eine sehr außergewöhnliche Reise.



patagonien

Momente der Zeit

Alle Highlights vom schönsten Ende der Welt

Reisezeitraum 2018: 5. November – 20. November 2018
Reiseroute und weitere Infos: (PDF Download)

Argentinien und Chile – beiden naturgewaltigen Länder haben immer wieder Menschen aus aller Welt in ihren Bann gezogen, die nach der ersten Reise wieder gekommen sind. Viele sind auch dort geblieben und ausgestiegen. Patagonien ist seinem Inbegriff für unendliche Weite, stürmischen Wind, majestätische Berge und unberührte Natur bis heute treu geblieben. Beim Anblick der zerklüfteten Felsen des Fitz Roy-Massivs auf der einen Seite und der gewaltigen Torres del Paine auf der anderen Seite der Anden, des tiefblauen Perito Moreno-Gletschers, den leuchtenden, treibenden Eisbergen auf dem riesigen Lago Argentino und den grünen Urwäldern werdet auch Ihr nur noch schweigen und genießen.

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Grandiose Bergkulissen, türkisfarbene Gletscherseen, mächtige Gletscher, grüne Täler, weite Pampas, Pinguine, Seelöwen und Vögel, Blumen und Wälder – das sind nur einige der Höhepunkte dieser Reise in die patagonischen Anden und nach Feuerland. Diese Naturwunder sind einfach überwältigend. Während einer Bootstour auf dem Beagle-Kanal könnt Ihr mit etwas Glück Pinguine, Kormorane und Seehunde beobachten. „Das Ende der Welt” wird für uns der Anfang in ein abenteuerliches Leben werden. Patagonien und Feuerland gelten als Mekka für Naturliebhaber. Die eindrucksvolle Weite der Landschaft mit ihren faszinierenden Naturschönheiten wird Sie in den Bann ziehen und einen festen Platz in Ihrem Gedächtnis einnehmen.

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reisebericht

Der Weg zu den Tsaatan

Reisebericht von Petra Schnabel

Reisezeitraum: August 2013
Reisebericht: (in Kürze)
Fotos:  (PDF Download)

“Bin jetzt schon seit elf Tagen in der Mongolei. Erst im Terelj Nationalpark sieben Tage und jetzt bei Bayaraa im Camp. Viel gelernt, vieles wird sich erst setzen, vieles wird später wirken, vieles wird mir erst später klar werden und sich im Herzen und Verstand vereinigen…” (Ausschnitt)

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Weitere Reiseberichte

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Legenden der Freiheit

Unter Yaknomaden in Bhutan

Die unwegsamen Bergtäler Ostbhutans sind die Heimat der letzten halbnomadischen Yak- und Schafzüchter, genannt Brokpa. Ihr Name bedeutet Nomade oder Hirte. In ihrer Sprache und Kleidung unterscheiden sie sich vollkommen von anderen Einwohnern Bhutans. Die Brokpa sind tibetischer Abstammung und leben in einer Höhe von bis zu 3000 Metern in den abgelegenen Tälern von Sakteng und Merak. Frauen wie Männer tragen Filzmützen aus Yakhaaren mit fünf Zipfeln, die in dieser regnerischen und stürmischen Gegend als Regenrinnen dienen. Der Regen rinnt über die Zipfel bequem ab und wird so vom Gesicht weggeleitet. Schmuck findet man fast nur bei Frauen. Er besteht aus schwerem Silber und Türkisen. Frauen wie Männer tragen eingefaßte Türkise als Ohrringe.

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Die Brokpa sind Halbnomaden. Im Sommer leben sie hoch oben in den Bergtälern in Häusern, die aus Stein und Lehm gebaut sind. Der Haupteingang eines jeden Brokpa-Steinhauses weist nach Osten. Diese Himmelsrichtung hat große Bedeutung für Gesundheit und Wohlstand, denn aus Osten kommen Licht und Lebensenergie. Die einfachen Schindeldächer werden durch schwere Steine befestigt. Den Winter verbringen sie in tiefer gelegenen Regionen in Zelten. Der Vegetationszyklus und die eisige Kälte während der Wintermonate machen die Wanderungsbewegungen der Brokpa notwendig.

Der Yak dient den Brokpa zum Transportieren von schweren und sperrigen Gütern, für die Übersiedlung vom Sommer- ins Winterlager oder als Lasttier in einer Handelskarawane in Richtung Tibet oder Indien. Er ist unempfindlich gegen Schnee und Kälte und hat keine Mühe, hohe Pässe zu überqueren, denn das ist seine eigentliche Stärke. Die waldbedeckten Südhänge des Himalaja liefern den Brokpa genügend Brennholz, so daß auf das Sammeln von Yakdung meist verzichtet werden kann.

Die Jagd ist eine wichtige Ergänzung zur Nomadenwirtschaft. In den Bergen Ostbhutans gibt es genug Wild, das eine perfekte Bereicherung des kargen Speiseplans darstellt. Die Felle der erlegten Wildtiere dienen vor allem Männern und Kindern als Bekleidung. Meistens werden sie zu einfachen Westen verarbeitet. Die Jagd wird dadurch erschwert, daß den Brokpamännern nur veraltete Gewehre zur Verfügung stehen. Ohne ihre Jagdhunde hätten sie keine Chance, eine Beute zu erlegen. Vor allem bei der Jagd auf kleinere Tiere sind die Hunde unentbehrlich.

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Die Ehe als Form des Zusammenlebens ist bei den Brokpa keine heilige -Institution, sondern wird von wirtschaftlichen Beweggründen bestimmt. Die Polyandrie, bei der mehrere Brüder eine Frau teilen und mit ihr im selben Haushalt leben, wird der Monogamie vorgezogen. Aber auch die Polygynie, bei der mehrere Schwestern mit einem Mann verheiratet sind, wird akzeptiert. Dies kommt meist nur in Familien vor, in denen es nur Töchter und keine Söhne gibt. Der Hauptgrund für die Polyandrie liegt im Interesse an Gemeingut und Gemeinland der Familie. Diese sollen durch eine Heirat nicht geteilt werden, denn dadurch wäre das wirtschaftliche Überleben des Familienclans nicht mehr gesichert. Bevorzugt wird die Polyandrie, denn in einem Haushalt mit vielen Männern müssen im Bedarfsfall, wie zum Beispiel für die Buchweizenernte, keine zusätzlichen Arbeitskräfte angeheuert werden. Während die Frauen ihren traditionellen Tätigkeiten in Haushalt, Kindererziehung, Weberei und bei der Feldarbeit nachkommen, können ihre Männer die übrigen Arbeitsbereiche teilen. Einer übernimmt die Aufsicht über die Herde, der andere kümmert sich um den Handel, und der dritte versucht, den Speiseplan der Familie durch sein Jagdglück aufzuwerten.

Heiratsarrangements werden von den Eltern der Braut und des Bräutigams getroffen. Dabei bestimmt der Dorfastrologe den Tag des Besuchs der Eltern der Söhne bei den Eltern der Braut. Wird dabei der in Bambusbehältern mitgebrachte Arrak-Schnaps von den Brauteltern angenommen, gilt der Ehekontrakt als besiegelt. Die zu Verheiratenden werden bei diesem ersten Schritt nicht mit einbezogen, sondern erst beim zweiten Treffen sind die zukünftigen Bräutigame und die Braut anwesend. Es wird zusammen getrunken und getanzt. Weigert sich die Braut, die Männer anzunehmen, so kann die Familie durch Offerierung der doppelten Menge an Arrak die Vereinbarung wieder lösen. Andernfalls gilt der Vertrag, und ein Heiratsdatum wird gemeinsam -fixiert. Von der Braut wird am Hochzeitstag erwartet, daß sie traurig das Haus ihrer Eltern verläßt und tränenüberströmt in das Haus ihrer Ehemänner zieht. Für jede Braut muß ein sogenannter Brautpreis gezahlt werden. Die Höhe wird durch den Wohlstand ihrer Familie bestimmt. Im Durchschnitt entspricht der Brautpreis zwei bis drei ausgewachsenen Yaks. Aber nicht alle Hochzeiten bei den Brokpa werden durch die Eltern arrangiert. Bei den jüngeren Brokpa sind durchaus auch Liebesheiraten üblich. Das heiratsfähige Alter liegt traditionell zwischen 15 und 25 Jahren.

Brokpamänner und -frauen haben den gleichen sozialen Status, und auch ihre Verantwortung für die Familie ist äquivalent. Da die Aufgabe der Männer das Hüten der Yaks auf höher gelegenen Weiden beinhaltet, werden die meisten öffentlichen Versammlungen von Frauen abgehalten. Brokpafrauen sind auch in allen öffentlichen, politischen sowie religiösen Belangen und Fragen den Männern gegenüber gleichberechtigt.

Traditionsgemäß findet kein soziales Ereignis ohne den Genuß von Arrak statt. Der Alkoholkonsum der Brokpa ist im Vergleich zu anderen nomadisierenden Stämmen dementsprechend hoch. Manche Brokpa behaupten auch, sie könnten viel besser arbeiten, wenn sie ein paar Schlucke Arrak zu sich genommen haben. Jugendliche Brokpa veranstalten eigene Trinkfeste, welche die ganze Nacht dauern können. Dieses Verhalten soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Brokpa ein friedvolles Nomadenleben führen.

Bis heute zählen die Brokpa zu den am wenigsten erforschten Nomaden Zentralasiens. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, bestehen keinerlei Kontakte der Brokpa zur sogenannten Zivilisation. Ihren alten Traditionen treu geblieben, führen die Brokpa bis zum heutigen Tag noch das Leben ihrer Vorväter.



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Holiday on Ice im Niemandsland der Elemente

GRÖNLAND. Es war einmal – dieser Beginn trifft das Thema genau, denn schließlich ist Grönland ein Märchenland auf allen Ebenen. Eine märchenhaft essayistische Reisegeschichte von einem Verehrer…

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Erlaubt mir deshalb auch diesen Einstieg: Ein eiskalter Wintertag und ich – frierend und von Kälte gebeutelt – an der Kassa des Kinozentrums. Die Wintermonate zählen absolut nicht zu meiner Wonnezeit, denn ich quäle mich jedes Jahr durch sie hindurch, vorausblickend auf die nächsten großen Frühjahrsreisen in warme Gefilde.

Jetzt stehe ich aber an der Kinokasse, Ausschau haltend nach dem passenden Film, um die Flamme an meiner Seite zum Schmelzen zu bringen. Die Auswahl und Verführung, einen guten Film zu sehen, ist groß, doch sie, die Flamme an meiner Seite, wollte partout den Film „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ anschauen.

Die freundliche Dame an der Kassa, die mein Vorhaben durchschaute und einen mitleidigen Blick auf meine vor Kälte schlotternde Gestalt warf, wünschte mir noch viel Spaß und ein herzliches „warm anziehen, denn es schneit den ganzen Film hindurch“, no na – er wurde ja in Grönland gedreht. Und etwas spöttisch meinte sie noch: „Genussmenschen sehen sich Filme dieser Art nur im Hochsommer bei 30 Grad im Schatten an.“

Nun, der Film hielt, was der Titel versprach: Die Kälte kroch von der Leinwand herunter, sank langsam und stetig über alle Sitzreihen und verwandelte den Kinosaal in ein Tiefkühlfach. Und ich saß da mit Wollmütze, Schal und Jacke und sah nur Schneeflocken um mich herumfliegen. Dies war mein erster Kontakt mit Grönland, abschreckend genug, um Land und Klima sofort und für ewig aus meinem Kopf zu streichen.

Ein Wiedersehen

Jahre später saß ich in einer Air-Greenland-Maschine auf dem Weg von Kopenhagen nach Kangarlussaq an der Westküste Grönlands – ein Name, der schon beim Aussprechen einen Knoten in der Zunge verursacht. Beim Landeanflug kam mir gleich Fräulein Smilla in den Sinn, und erste Kälteschauer rieselten an mir herab.

Realität und Fantasie vermischten sich wild in meinen Gedanken. Der Captain startete die Triebwerke und die Stewardess bedankte sich durch das Bordmikrofon mit einem sonoren „thanks for taking the risk to fly with us to Greenland“.

Kein Bier auf Grönland?

War es meine Fantasie oder doch Realität? Ich hörte „Greenland“ und wusste, in wenigen Minuten betrete ich den Boden eines Landes, in das ich nie wollte. Die Maschine rollte langsam aus, die mitfliegenden Dänen erhoben sich freudestrahlend aus den Sitzen und stürmten – bewaffnet mit je zwei 6er-Boxen Heineken-Bier – über die Gangway. Ein erster schrecklicher Gedanke: Gibt es in Grönland vielleicht kein Bier und hätte ich doch lieber nach Hawaii fliegen sollen?

Im Reiseführer stand sinnigerweise, dass das einzige Exportgut Dänemarks leere Bierflaschen sein sollen, alles von dänischen Passagieren mitgebracht. Von wegen Grönländer haben ein Alkoholproblem… Der erste Besuch in der Dorfkneipe nach der Ankunft belehrte mich jedoch eines Besseren und ließ mich beruhigt an der Theke verharren.

So warm ist’s nur hier

Am nächsten Morgen stand ich dann da, auf den Eisfjord von Ilulissat blickend. Und plötzlich erfasste mich – tief aus dem Inneren strömend – ein herzerwärmendes Gefühl. Außer Eisbergen sah ich nur Eisberge und dahinter nochmals Eisberge. Ein Anblick von gewaltiger und anmutiger Schönheit, der in mir eine Wärmewelle nach der anderen emporströmen ließ. Und seltsam – mir war in Grönland nie mehr kalt.

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Das ewige Eis

Es dauerte noch eine Woche und dann verstand ich es, ich war im Zauberland aus Fels, Sand und Eis angekommen, und jeden Tag nahm mich dieser Zauber ein Stückchen mehr gefangen und hält mich bis heute in seinem Bann. Eine Reise nach Grönland ist eine Reise zu unserem Ruhepol, denn eigentlich reisen wir ins Niemandsland der Elemente, in die Einsamkeit des ewigen Nichts auf Inseln des kargen Lebens und dennoch eine Welt voller Leben, voller Kulturen und voller Energie. Ihr werdet viel zu erzählen haben, wenn Ihr von Grönland zurückkommen, so viel verrate ich Euch schon jetzt, denn Ihr machen „Holiday on Ice“ – und das mit viel Bodenberührung.

Hundeschlitten

Die meisten Besucher kommen hierher, um zu wandern und um mit dem Boot durch den Eisfjord zu fahren, wenige um mit dem Hundeschlitten über Eis und Schnee zu gleiten. Aber genau das war es, was mich jetzt reizte. Ich traf Ulf, den ewigen Studenten aus Dänemark, der vor 12 Jahren hierherkam und nie wieder wegging – langsam lernte ich diese Faszination mehr und mehr zu verstehen. Er lud mich ein, drei Tage mit ihm und seinen Hunden quer durch die Eislandschaft zu gleiten und Robben zu jagen. Klar, dass ich mich nicht lange bitten ließ, nicht wissend, auf was ich mich da eingelassen hatte.

Beißende Kälte

Gehüllt, fast hineingewachsen in einen Ganzkörperseehundfellanzug (welch prächtiges Wort!), und so habe ich mich auch gefühlt. Und schon ging es los: Querfeldein rannte das quirlige Rudel von 12 Hunden, rastlos, ohne Pause. Der Schnee fegte mir über das Gesicht in alle Poren, und Ulf trieb seine Meute unaufhaltsam und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit über Eis und Schnee.

Am Ende dieses ersten Tages kroch ich mit durchgeschüttelten Knochen in unsere Jagdhütte und versank, noch ganz in meiner zweiten Haut steckend, sofort im Tiefschlaf. Im Traum fand ich mich im geheizten Kinosaal wieder, und ein wilder Albtraum mit Vulkanausbrüchen und glühender Lava begleitete mich in den Morgen. Als ich aufwachte, wähnte ich mich in eine Zwangsjacke geklemmt.

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Willi, der Walexperte

Nach drei Tagen auf dem Hundeschlitten fühlte ich mich bereits als Inuit und hatte die vor mir laufende und jaulende Hundebande fest in der Hand. Zurückgekehrt, erzählte ich mein Abenteuer Willi bei einem Drink in der Dorfkneipe. Willi stammt aus Bremerhafen und lebt seit mehr als 23 Jahren hier in Grönland. Ein Walexperte, wie es nur einen gibt. Er kann alle Wale, die jedes Jahr in großer Zahl vor der Küste Grönlands den Futterreichtum des Meeres leeren, nahezu riechen. Davon konnte ich mich am nächsten Tag überzeugen.

Wir starteten, um Buckel- und Finnwale zu suchen, die ihm andere Fischer gemeldet hatten. Es dauerte kaum eine Stunde und Willi hatte sie aufgespürt. Auf Schleichfahrt näherten wir uns einem der Meeresriesen – es war ein gigantischer Buckelwal. Als er uns erblickte, startete er seinen Tauchgang, kaum 5 Meter von unserer kleinen Nussschale entfernt. Ich wagte kaum zu atmen und überlegte fieberhaft, ob er nun unser Boot rammt und uns mit ins gerade mal 1 Grad kalte Nass zieht. Gespannt blickte ich auf seine riesige Flosse, die er wie zum Gruß aufrichtete und elegant wie ein Turmspringer abtauchte. Zehn Minuten später tauchte er Hunderte Meter entfernt wieder auf, warf sich auf den Rücken und winkte uns mit seiner Bauchflosse zu, geradezu so, als wollte er Willi, den Seebären, begrüßen. Was für ein Anblick, was für ein Tag, wert, in das Logbuch des Lebens eingetragen zu werden.




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Das Ritual der burjatischen Schamanen am Tor zu anderen Welt (Mongolei)

Der Tag an dem die Geister wiederkehrten

Trommeln, nichts als Trommeln, ich höre sie nun schon Tag und Nacht, selbst in meinen spacigen Träumen kommen sie schon vor. Ihr Rhythmus reisst mich mit, bewegt meine Phantasien und lässt mich träumen, träumen von einer anderen Welt – der Welt der Schamanen. Und wenn ich aufwache höre ich sie wieder, unentwegt rund um die Uhr. Halunzinationen, von wegen, bin ich doch am Kraftplatz zur anderen Welt, an dem jeden Sommer hunderte Schamanen ihr Initiationsritual feiern. Dreizehnmal muss man das Ritual vollziehen um als Schamanen praktizieren zu dürfen, dreizehnmal den Spirit empfangen, dreizehnmal über frischen Glasscherben tanzen und dreizehnmal das Tor zur anderen Welt durchbrechen. Ich bin erst das dritte Mal hier, schließlich hat es mich Jahre gekostet dieses Tor zu anderen Welt zu entdecken. Das erste Mal versuchte ich es 1992. Doch die Unwetterkapriolen rissen meinen Jeep in den Fluss, unermüdlich versuchte ich das Tor zu anderen Welt zu finden. Die Schamanen wissen wo es ist, in ihre Welt einzukehren bedeutet einen langen Weg auf sich zu nehmen bis man als Außenseiter akzeptiert ist.

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Jedes Jahr finden überall in Zentralasien große schamanischen Rituale an verschiedenen Orten und Gegenden statt. Jeder Schamane sucht sein eigenes Tor zur anderen Welt wenn der Himmel offen ist, so wie die Schamanen es nennen.

Das Ritual der burjatischen Schamanen zählt zu den ältesten auf der Welt – nicht umsonst wird das Gebiet in dem sie leben das Zentrum des Schamanismus auf dieser Welt genannt. Das Ritual existiert nicht nur dort sondern es lebt und das in einer Form wie vor Jahrhunderten und das auch seit Jahrhunderten – das einzige das nicht Jahrhunderte alt ist bei diesem Ritual werden wir sein, denn die Schamanen die es zelebrieren kommen schon seit vielen Generationen hierher.

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Ujunbater (Lautschrift) ist der höchste Schamane der Mongolei und er leitet auch das Trainingszentrum für angehende Schamanen. Eine Schule, viel mehr eine Lebenschule zwischen den Welten, offeriert er seinen Schülern. Seine Kraft ist außerordentlich. Er ist es, der die Spirits ruft und sie bittet seine neuen Schüler anzunehmen. Er geht täglich zwischen den Welten hin und her, als würde er vom Wohnzimmer in die Küche gehen. Der Platz den er dafür gewählt hat, ist sein Stammesland. Schon sein Vater Zaren, der weit über die Grenzen der Mongolei bekannt war, praktizierte hier auf diesem heiligen Boden. Und in der Tat, der Platz zur anderen Welt hat etwas mystisches, was tief durchdringendes, etwas dass man auch als Besucher nicht mehr vergisst, vielmehr man nimmt ihn mit in die Welt der Träume und spitiuellen Reisen.

Mehr erfahren kann man aber nur, wenn man auf diesen Platz steht und die Schamanen auf ihrer Reise in die andere Welt beobachtet. In Mitten der mongolischen Steppe öffnet sich für einige Wochen das Tor zur anderen Welt. Für einige wenige können wir den Traum erfüllen, auf Du und Du mit den größten Schamanen der Welt zu praktizieren.

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Unter Schamanen

Das Ritual der Schamanen an den spirituellen Kraftplätzen des Himalaya.

“Thanks for taking the risk and flying with Bhudda Air” drang es schnarrend aus dem Kabinenlautsprecher, das smarte Lächeln der Flugbegleiterin konnte aber trotzdem nicht verhindern, dass ich ihr Dankeschön ganz anders verstanden habe.

Bei einem ( Buddha sei Dank ) gut überstandenen Flug entlang des Himalaya Massivs auf dem die kleine Maschine ununterbrochenen Turbulenzen ausgesetzt war und von einem „Luftloch“ ins andere sprang, wussten die verstörten 17 Passagiere oft nicht ob sie der Erde oder dem Himmel näher waren. Nun, die gerade durchgegebene Ansage klang eher nach einem erlösenden Dankesgebet der Stewardess.

Welcome to Nepal, the country of „possible“ internet. Tatsächlich – es gibt auch im mittelalterlichen Nepal schon Internetanschlüsse, auch wenn man für den Betrieb manchmal noch eine Kurbel benötigt, aber es funktioniert. Zwar flackernd und etwas holprig, aber nach 25 nervenden Minuten erscheint immerhin eine erste Nachricht von meinem Verbindungsmann auf dem Bildschirm: Spash, “solly sir, but problem with electricity, you know…

Und mit einem mitleidigen Lächeln höre ich in Internet Caffee: “you come back later, but pay now, may be then working. Shiva shall be with you… Fuck you Shiva – denke ich nur und entferne mich aus der elektrischen Kurzschlusszone in Richtung Unterkunft.

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Hier probiere ich nochmals eine Nachricht zu senden: yes, we have Internet, but not today. Bhudda Shakyamuni will make things work tomorrow…

Strom ist in Nepal ein kleines Mysterium – er ist da aber keiner weiß wo. Irgendwie denkt man dabei an den Schatten des Windes…

Der nächste Morgen veränderte geradezu die Welt und mein stromloses Dasein: mein Kontaktmann pochte zur früher Stunde an meiner Zimmertüre und grüßte, sich ständig verbeugend mit einem erfrischenden namastè, „very solly sir, I am little late, but shaman waiting for you“. Na wenigstens bin ich nicht zu spät. Raus aus den Federn und rein in die Daunenjacke. Ein kurzer Blick aus dem Fenster prophezeit mir, dass mich ein eisiger Winterwind auf dem Weg zum Schamanenritual begleiten wird.

Diese Fahrt zum Platz der Schamanen wurde für mich – und das wurde mir erst später eindringlich bewusst – eine Reise zu den letzten Geheimnissen unserer Erde. Alljährlich finden in Nepal schamanische Rituale in unterschiedlichen Orten und Gegenden statt – geheim und auf keinen Fall für Ausländer zugängig. In diesem wurde ich von drei Schamanen, mit denen ich schon seit geraumer Zeit zusammenarbeite und die das Geheimnis der jahrhundertealten Tradition wahren, zu deren Ritualen eingeladen.

Eine Dezembernacht wie sie unangenehmer kaum sein kann. Finster und bitter kalt. Hier in der unendlichen Himalaya Region spürt man die Kraft der Natur in jedem Knochen.

Ich habe diese Reise Kalis Shakti genannt, was soviel heißt wie der Erneuerung der magischen Kräfte, herbeigeführt durch die Blutgöttin Kali – wahrscheinlich habe ich mir mit diesem Namen selber nur Mut machen wollen, nicht wissend was mich eigentlich erwartet – und diesem Ritual darf ich nun fünf Tage lang beiwohnen. Seit zwei Jahren habe ich unzählige Mittelsmänner aufgebaut und in dieses Projekt investiert um diesem letzten Geheimnis des schamanischen Nepals dahinterzukommen. Es existiert und das in einer Form wie vor Jahrhunderten und das auch seit Jahrhunderten – das einzige das nicht jahrhunderte alt ist bei diesem Ritual werde wohl ich sein, denn die Schamanen die es zelebrieren kommen schon seit vielen Reinkarnationen hierher.

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Eingehüllt in Decken und mit Asche bestrichen, saß ich nun da. Die Trommel erklang, tranceähnliche Gesänge erklangen und das stundenlang. Immer wurde das Trommeln mit Vorbereitungen für den Kontakt mit den Geistern unterbrochen und ich wieder mit Asche beschmiert, sodass ich für die Geister nicht zu erkennen war. Und dann geschah das worauf ich Jahre gehofft hatte, ich sah die Geister aus der anderen Welt als Licht und Schattenwesen näher kommen. Die Schamanen tanzen um sie herum und glitten immer in Trance. Mein Puls schlug als würde ich schon fliegen, mein Herz klopfte wie Kolben eines hochdrehenden Motors. Ja ich war mitten drin und beobachtete das Frage-Antwort-Spiel der Schamanen bis zum Morgengrauen bis ich vor lauter Aufregung und Erschöpfung am Boden einschlief, während die Schamanen noch immer tanzten und die Geister beschwörten.

Nach Jahren und einer langen Vorbereitungsphase war ich nun an vorderster Front Zuseher der Begegnung zwischen den Welten und vergaß das vorangegangene Problem mit der modernen vorher nicht wegzudenkenden Welt des Internet – wie relativ alles wurde und unwichtig. Die Wahrnehmung der anderen Welt schaffte ein ganz neues Bewusstsein und andere Perspektiven in mir. Ich bin durch eine Schule der Wahrnehmung gegangen, in die man sich nicht einschreiben kann, in die man nur eingeladen werden kann, wenn man auserwählt wird. Dieses Geschenk wurde mir langsam klar.

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Die Trommeln der Schamanen wurden zu meinen Tagesbegleitern, Lobsang mein treuer Gefährte, der Langtang Himalaya mein Ziel. Sonne, Wind und Sterne übernahmen die Zielrichtung. Ich sehe meine Grenzen gesprengt und mich von meinem Herz verstanden. Die Welt hat mich wieder, Regeln brechen, der Raum bleibt als Konstante, die variable Zeit fliest an mir vorüber und wird unberechenbar – wie wundervoll und sprengend zugleich. Ist es doch meine Seele, die ich immer hier aufschnappe in der Welt der Schamanen – bleibt sie doch immer nomadisierend. Die Schamanen lehrten mich viel in all den Jahren. Den Weg als Ziel anzusehen, die Balance zu suchen, Ausgleiche der Energien herbeizuführen, Entfernungen als Zeitreisen nach Innen zu sehen. Und sie lehrten mich wie einfach es ist die Scheuklappen abzulegen, um wieder leben zu können. Einfach leben, heute hier und jetzt, den Augenblick, in der Tiefe, in der Verinnerlichung, mich zu leben – so wie ich bin, immer vor Augen haltend, dass die einzige Konstante im Leben die Veränderung ist. Keine Rechenschaft abzulegen, warum und wieso, Fehler zu machen und niemals perfekt zu werden – Perfektionismus ist ja doch nur eine Krankheit, die Schamanen präventiv heilen.

Alles ist anders in ihrer Welt, sie sind anders, die Wahrnehmung ist eine andere. Für mich ist es eine Welt der Faszination in die ich immer und immer wieder eintauchen möchte.

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Als Pilger unter Pilgern

Als Pilger unter Pilgern reisten wir 2.000 km quer durch Tibet um mit ihnen den heiligen Weltenberg Kailash zu umrunden.

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Mythenumwogene Berge, lamaistische Klöster, traditionell lebende Hirtennomaden verzauberten uns sehr schnell und ließen uns die Heiterkeit der Seele, die die Tibeter ausstrahlen mit offenen Herzen aufnehmen. Ein Leben mit dem Horizont, in den unendlich weiten Hochebenen begann für uns. Das Gefühl der Einengung verliert sich von selbst, Zwänge und der für uns Europäer typische Stress lösen sich in nichts auf. Man spürt, dass man lebt, man hört nur den Wind der beständig durch das Land fegt. Die Aura der Göttlichkeit erfüllte uns mit neuen ungeahnten Energien, ist er doch den Göttern, die auf den schneebedeckten Gipfeln der Achttausender thronen, so nahe wie noch nie zuvor. Überirdisch würde ich gerade dieses Gefühl bezeichnen, wenn man den höchsten Gipfeln der Erde so nahe ist.

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Die menschliche Existenz der Tibeter ist gekennzeichnet von der Harmonie zwischen Mensch und Natur; das bedeutet aber auch, dass die Natur bedrohlich werden kann und der Kampf um das Überleben den Alltag bestimmt. Wir alle sind von der Natur des Menschen her so ausgestattet, dass wir mit den hereinbrechenden Konfrontationen fertig werden könnten. Nur die Tibeter verstehen es bis heute, wir Europäer haben es schon lange verlernt. Wir brauchen Krisenmanagements und Befehle von oben, damit wir endlich verstehen, dass wir handeln müssen. Wir haben unsere ursprüngliche Heimat, die Natur, verloren, und zu ihr zurückzukehren, gelingt uns nur vereinzelt. Umso mehr bewundern wir die Tibeter wie sie ihren Alltag meistern. Während wir Europäer uns die Erde untertan machen und sie zu beherrschen versuchen, leben sie im Einklang mit ihr, denn sie wissen, dass die Erde ihnen das Überleben sicher sie gibt ihnen Nahrung, Obdach, Medizin und Kleidung. Sie ist die Quelle ihrer Unabhängigkeit, und sie gilt es zu bewahren. Der Schlüssel zum Überleben ist ihre Selbstbestimmung nämlich die Freiheit, ihr Leben selbst zu kontrollieren. Die Achtung der Nomaden vor jeder Form des Lebens und der weite Horizont ihres Geistes macht diese Menschen so einzigartig. Sie haben nie versucht das Land auf dem sie Leben untertan zu machen, vielmehr haben sie sich angepasst und ihren Platz darin gefunden.

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reisebedingungen

Allgemeine Reisebedingungen (ARB 1992)

Allgemeine Reisebedingungen: (PDF Download)

Es gelten die allgemeinen Reisebedingungen der Kammer der gewerblichen Wirtschaft Sektion Fremdenverkehr, Abteilung Reisebüros in der letztgültigen Fassung. Mit Bezug auf §7 Abs. 1 der Reisebürosicherungsverordnung sowie für das Ergänzungsblatt zur Reisebestätigung gemäß § 7 Abs. 6 RSV erlauben wir uns, folgendes bekannt zu geben: Die Reisebüro Airservice Sommeregger GmbH ist Veranstalter von Pauschalreisen im Sinne der RSV. Die uns rechtlich auferlegten Informationspflichten werden in vollem Umfang erfüllt: Airservice Sommeregger GmbH wurde unter der Eintragungsnummer 1998/0058 in das Veranstalterverzeichnis des BMWFJ eingetragen. Flugplan-, Programm- und Routenänderungen bleiben auf Grund von Wetter- und Sicherheitsgründen vorbehalten. Druckfehler vorbehalten. Preis- und Programmänderungen vorbehalten.

Anpassung an die Novelle zum Konsumentenschutzgesetz BGBl. 247/93 und an das Gewährleistungsrechts-Änderungsgesetz, BGBI. I Nr. 48/2001 Gemeinsam beraten im Konsumentenpolitischen Beirat des Bundesministers für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz in Ent-sprechung des § 73 Abs. 1 GewO 1994 und des § 8 der Verordnung des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten in der Fassung 1994 über die Ausübungs-vorschriften für das Reisebürogewerbe (nun-mehr § 6, gem. BGBl. II Nr. 401/98). Das Reisebüro kann als Vermittler (Abschnitt A) und/oder als Veranstalter (Abschnitt B) auftreten.

Der Vermittler übernimmt die Verpflichtung, sich um die Besorgung eines Anspruchs auf Leistungen anderer (Veranstalter, Transportunternehmen, Hotelier usw.) zu bemühen.

Veranstalter ist das Unternehmen, das entweder mehrere touristische Leistungen zu einem Pauschalpreis anbietet (Pauschalreise/ Reisever-anstaltung) oder einzelne touristische Leistungen als Eigenleistungen zu erbringen verspricht und dazu im allgemeinen eigene Prospekte, Ausschreibungen usw. zur Verfügung stellt. Ein Unternehmen, das als Reiseveranstalter auftritt, kann auch als Vermittler tätig werden, wenn Fremdleistungen vermittelt werden ( z. B. fakultativer Ausflug am Urlaubsort ), sofern es auf diese Vermittlerfunktion hinweist. Die nachstehenden Bedingungen stellen jenen Vertragstext dar, zu dem üblicherweise Reisebüros als Vermittler (Abschnitt A) oder als Veranstalter (Abschnitt B) mit ihren Kunden/Reisenden (Anm.: im Sinne des KSchG) Verträge abschließen.

Die besonderen Bedingungen
– der vermittelten Reiseveranstalter,
– der vermittelten Transportunternehmungen (z.B. Bahn, Bus, Flugzeug u. Schiff) und
– der anderen vermittelten Leistungsträger
gehen vor.

A. DAS REISEBÜRO ALS VERMITTLER
Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages (Geschäftsbesorgungsvertrag), den Kunden mit einem Vermittler schließen.

1. Buchung/Vertragsabschluss
Die Buchung kann schriftlich oder (fern)mündlich erfolgen. (Fern) mündliche Buchungen sollten vom Reisebüro umgehend schriftlich bestätigt werden. Reisebüros sollen Buchungsscheine verwenden, die alle wesentlichen Angaben über die Bestellung des Kunden unter Hinweis auf die der Buchung zugrundeliegende Reiseausschreibung (Katalog, Pros-pekt usw.) aufweisen. Der Vermittler hat im Hinblick auf seine eigene Leistung und auf die von ihm vermittelte Leistung des Veranstalters entsprechend § 6 der Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe auf die gegenständlichen ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN hinzuweisen, auf davon abweichende Reisebedingungen nachweislich aufmerksam zu machen und sie in diesem Fall vor Vertragsabschluß auszuhändigen. Soweit Leistungen ausländischer Unternehmer (Leistungsträger, Reiseveranstalter) vermittelt werden, kann auch ausländisches Recht zur Anwendung gelangen. Derjenige, der für sich oder für Dritte eine Buchung vornimmt, gilt damit als Auftraggeber und übernimmt mangels anderweitiger Erklärung die Verpflichtungen aus der Auftragserteilung gegenüber dem Reisebüro (Zahlungen, Rücktritt vom Vertrag usw.). Bei der Buchung kann das Reisebüro eine Bearbeitungsgebühr und eine (Mindest) Anzahlung verlangen. Die Restzahlung sowie der Ersatz von Barauslagen (Telefonspesen, Fernschreibkosten usw.) sind beim Aushändigen der Reisedokumente (dazu gehören nicht Personaldokumente) des jeweiligen Veranstalters oder Leistungsträgers beim Reisebüro fällig. Reiseunternehmungen, die Buchungen entgegen-nehmen, sind verpflichtet, dem Reisenden bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluß eine Bestätigung über den Reisevertrag (Reisebestätigung) zu übermitteln.

2. Informationen und sonstige Nebenleistungen
2.1. Informationen über Pass-, Visa-, Devisen-, Zoll- und gesund-heitspolizeiliche Vorschriften
Als bekannt wird vorausgesetzt, dass für Reisen ins Ausland in der Regel ein gültiger Reisepass erforderlich ist. Das Reisebüro hat den Kunden über die jeweiligen darüber hinausgehenden ausländischen Pass-, Visa- und gesundheitspolizeilichen Einreisevorschriften sowie auf Anfrage über Devisen- und Zollvorschriften zu informieren, soweit diese in Österreich in Erfahrung gebracht werden können. Im übrigen ist der Kunde für die Einhaltung dieser Vorschriften selbst verantwortlich. Nach Möglichkeit übernimmt das Reisebüro gegen Entgelt die Besorgung eines allenfalls erforderlichen Visums. Auf Anfrage erteilt das Reisebüro nach Möglichkeit Auskunft über besondere Vorschriften für Ausländer, Staatenlose sowie Inhaber von Doppelstaatsbürgerschaften.

2.2. Informationen über die Reiseleistung
Das Reisebüro ist verpflichtet, die zu vermittelnde Leistung des Reiseveranstalters oder Leistungsträgers unter Bedachtnahme auf die Besonderheiten des jeweils vermittelten Vertrages und auf die Gegebenheiten des jeweiligen Ziellandes bzw. Zielortes nach bestem Wissen darzustellen.

3. Rechtsstellung und Haftung
Die Haftung des Reisebüros erstreckt sich auf
– die sorgfältige Auswahl des jeweiligen Veranstalters bzw. Leistungsträgers sowie die sorgfältige Auswertung von gewonnenen Erfahrungen;
– die einwandfreie Besorgung von Leistungen einschließlich einer entsprechenden Information des Kunden und Ausfolgung der Reise-dokumente;
– die nachweisliche Weiterleitung von Anzeigen, Willenserklärungen und Zahlungen zwischen Kunden und vermitteltem Unternehmen und umgekehrt (wie z. B. von Änderungen der vereinbarten Leistung und des vereinbarten Preises, Rücktrittserklärungen, Reklamationen). Das Reisebüro haftet nicht für die Erbringung der von ihm vermittelten bzw. besorgten Leistung. Das Reiseunternehmen hat dem Kunden mit der Reisebestätigung den Firmenwortlaut (Produktname), die Anschrift des Reiseveranstalters und gegebenenfalls eines Versicherers unter einem bekanntzugeben, sofern sich diese Angaben nicht schon im Prospekt, Katalog oder sonstigen detaillierten Werbeunterlagen finden. Unterlässt es dies, so haftet es dem Kunden als Veranstalter bzw. Leistungsträger.

4. Leistungsstörungen
Verletzt das Reisebüro die ihm aus dem Vertragsverhältnis obliegenden Pflichten, so ist es dem Kunden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet, wenn es nicht beweist, dass ihm weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen. Für Vertragsverletzungen auf Grund minderen Verschuldens ist das Reisebüro dem Kunden zum Ersatz eines daraus entstandenen Schadens bis zur Höhe der Provision des vermittelten Geschäftes verpflichtet.

B. DAS REISEBÜRO ALS VERANSTALTER
Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages – in der Folge Reisevertrag genannt -, den Buchende mit einem Veranstalter entweder direkt oder unter Inanspruchnahme eines Vermittlers schließen. Für den Fall des Direktabschlusses treffen den Veranstalter die Vermittlerpflichten sinngemäß. Der Veranstalter anerkennt grundsätzlich die gegenständlichen ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN, Abweichungen sind in allen seinen detaillierten Werbeunterlagen gemäß § 6 der Ausübungsvorschriften ersichtlich gemacht.

1. Buchung/Vertragsabschluß
Der Reisevertrag kommt zwischen dem Buchenden und dem Veran-stalter dann zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Preis, Leistung und Termin) besteht. Dadurch ergeben sich Rechte und Pflichten für den Kunden.

2. Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers
Ein Wechsel in der Person des Reisenden ist dann möglich, wenn die Ersatzperson alle Bedingungen für die Teilnahme erfüllt und kann auf zwei Arten erfolgen.

2.1. Abtretung des Anspruchs auf Reiseleistung
Die Verpflichtungen des Buchenden aus dem Reisevertrag bleiben aufrecht, wenn er alle oder einzelne Ansprüche aus diesem Vertrag an einen Dritten abtritt. In diesem Fall trägt der Buchende die sich daraus ergebenden Mehrkosten.

2.2. Übertragung der Reiseveranstaltung
Ist der Kunde gehindert, die Reiseveranstaltung anzutreten, so kann er das Vertragsverhältnis auf eine andere Person übertragen. Die Übertragung ist dem Veranstalter entweder direkt oder im Wege des Vermittlers binnen einer angemessenen Frist vor dem Abreisetermin mitzuteilen. Der Reiseveranstalter kann eine konkrete Frist vorweg bekanntgeben. Der Überträger und der Erwerber haften für das noch unbeglichene Entgelt sowie gegebenenfalls für die durch die Übertragung entstandenen Mehrkosten zu ungeteilter Hand.

3. Vertragsinhalt, Informationen und sonstige Nebenleistungen
Über die auch den Vermittler treffenden Informationspflichten (nämlich Informationen über Pass-, Visa-, Devisen, Zoll- und gesundheitspoli-zeiliche Einreisevorschriften) hinaus hat der Veranstalter in ausreichender Weise über die von ihm angebotene Leistung zu informieren. Die Leistungsbeschreibungen im zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Katalog bzw. Prospekt sowie die weiteren darin enthaltenen Informationen sind Gegenstand des Reisevertrages, es sei denn, dass bei der Buchung anderslautende Vereinbarungen getroffen wurden. Es wird aber empfohlen, derartige Vereinbarungen unbedingt schriftlich festzuhalten.

4. Reisen mit besonderen Risken
Bei Reisen mit besonderen Risken (z.B. Expeditionscharakter) haftet der Veranstalter nicht für die Folgen, die sich im Zuge des Eintrittes der Risken ergeben, wenn dies außerhalb seines Pflichtenbereiches geschieht. Unberührt bleibt die Verpflichtung des Reiseveranstalters, die Reise sorgfältig vorzubereiten und die mit der Erbringung der einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen und Unternehmen sorgfältig auszuwählen.

5. Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen
5.1. Gewährleistung
Der Kunde hat bei nicht oder mangelhaft erbrachter Leistung einen Gewährleistungsanspruch. Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass ihm der Veranstalter an Stelle seines Anspruches auf Wandlung oder Preisminderung in angemessener Frist eine mangelfreie Leistung erbringt oder die mangelhafte Leistung verbessert. Abhilfe kann in der Weise erfolgen, dass der Mangel behoben wird oder eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung, die auch die ausdrückliche Zustimmung des Kunden findet, erbracht wird.

5.2. Schadenersatz
Verletzen der Veranstalter oder seine Gehilfen schuldhaft die dem Veranstalter aus dem Vertragsverhältnis obliegenden Pflichten, so ist dieser dem Kunden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet. Soweit der Reiseveranstalter für andere Personen als seine Angestellten einzustehen hat, haftet er – ausgenommen in Fällen eines Personenschadens – nur, wenn er nicht beweist, dass diese weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit treffen. Außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit trifft den Reiseveranstalter keine Haftung für Gegen-stände, die üblicherweise nicht mitgenommen werden, außer er hat diese in Kenntnis der Umstände in Verwahrung genommen. Es wird daher dem Kunden empfohlen, keine Gegenstände besonderen Werts mitzunehmen. Weiters wird empfohlen, die mitgenommenen Gegenstände ordnungsgemäß zu verwahren.

5.3. Mitteilung von Mängeln
Der Kunde hat jeden Mangel der Erfüllung des Vertrages, den er währ-end der Reise feststellt, unverzüglich einem Repräsentanten des Ver-anstalters mitzuteilen. Dies setzt voraus, dass ihm ein solcher bekanntgegeben wurde und dieser an Ort und Stelle ohne nennenswerte Mühe erreichbar ist. Die Unterlassung dieser Mitteilung ändert nichts an den unter 5.1. beschriebenen Gewährleistungsansprüchen des Kunden. Sie kann ihm aber als Mitverschulden angerechnet werden und insofern seine eventuellen Schadenersatzansprüche schmälern. Der Veranstalter muss den Kunden aber schriftlich entweder direkt oder im Wege des Vermittlers auf diese Mitteilungspflicht hingewiesen haben. Ebenso muss der Kunde gleichzeitig darüber aufge-klärt worden sein, dass eine Unterlassung der Mitteilung seine Gewährleistungsansprüche nicht berührt, sie allerdings als Mitverschulden angerechnet werden kann.
Gegebenenfalls empfiehlt es sich, in Ermangelung eines örtlichen Repräsentanten entweder den jeweiligen Leistungsträger (z. B. Hotel, Fluggesellschaft) oder direkt den Veranstalter über Mängel zu informieren und Abhilfe zu verlangen.

5.4. Haftungsrechtliche Sondergesetze
Der Veranstalter haftet bei Flugreisen unter anderem nach dem War-chauer Abkommen und seinem Zusatzabkommen, bei Bahn- und Busreisen nach dem Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz.

6. Geltendmachung von allfälligen Ansprüchen
Um die Geltendmachung von Ansprüchen zu erleichtern, wird dem Kunden empfohlen, sich über die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung von Leistungen schriftliche Bestätigungen geben zu lassen bzw. Belege, Beweise, Zeugen zu sichern. Gewährleistungsansprüche von Verbrauchern können innerhalb von 2 Jahren geltend gemacht werden.Schadenersatzansprüche verjähren nach 3 Jahren. Es empfiehlt sich im Interesse des Reisenden, Ansprüche unverzüglich nach Rück-kehr von der Reise direkt beim Veranstalter oder im Wege des ver-mittelnden Reisebüros geltend zu machen, da mit zunehmender Verzögerung mit Beweisschwierigkeiten zu rechnen ist.

7. Rücktritt vom Vertrag
7.1. Rücktritt des Kunden vor Antritt der Reise
a) Rücktritt ohne Stornogebühr
Abgesehen von den gesetzlich eingeräumten Rücktrittsrechten kann der Kunde, ohne dass der Veranstalter gegen ihn Ansprüche hat, in folgen-den, vor Beginn der Leistung eintretenden Fällen zurücktreten: Wenn wesentliche Bestandteile des Vertrages, zu denen auch der Reisepreis zählt erheblich geändert werden. In jedem Fall ist die Vereitelung des bedungenen Zwecks bzw. Charakters der Reiseveranstaltung, sowie eine gemäß Abschnitt 8.1. vorgenommene Erhöhung des vereinbarten Reisepreises um mehr als 10 Prozent eine derartige Vertragsänderung.
Der Veranstalter ist verpflichtet, entweder direkt oder im Wege des ver-mittelnden Reisebüros dem Kunden die Vertragsänderung unverzüglich zu erklären und ihn dabei über die bestehende Wahlmöglichkeit ent-weder die Vertragsänderung zu akzeptieren oder vom Vertrag zurück-zutreten, zu belehren; der Kunde hat sein Wahlrecht unverzüglich auszuüben. Sofern den Veranstalter ein Verschulden am Eintritt des den Kunden zum Rücktritt berechtigenden Ereignisses trifft, ist der Veranstalter diesem gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet.

b) Anspruch auf Ersatzleistung
Der Kunde kann, wenn er von den Rücktrittsmöglichkeiten laut lit. a nicht Gebrauch macht und bei Stornierung des Reiseveranstalters ohne Ver-schulden des Kunden, an Stelle der Rückabwicklung des Vertrages des-sen Erfüllung durch die Teilnahme an einer gleichwertigen anderen Rei-severanstaltung verlangen, sofern der Veranstalter zur Erbringung die-ser Leistung in der Lage ist. Neben dem Anspruch auf ein Wahlrecht steht dem Kunden auch ein Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages zu, sofern nicht die Fälle des 7.2. zum Tragen kommen.

c) Rücktritt mit Stornogebühr
Die Stornogebühr steht in einem prozentuellen Verhältnis zum Reisepreis und richtet sich bezüglich der Höhe nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung und der jeweiligen Reiseart. Als Reisepreis bzw. Pauschalpreis ist der Gesamtpreis der vertraglich vereinbarten Leistung zu verstehen. Der Kunde ist in allen nicht unter lit. a genannten Fällen gegen Entrichtung einer Stornogebühr berechtigt, vom Vertrag zurückzu-treten. Im Falle der Unangemessenheit der Stornogebühr kann diese vom Gericht gemäßigt werden. Je nach Reiseart ergeben sich pro Person folgende Stornosätze:

1. Sonderflüge (Charter), Gruppen-IT (Gruppenpauschalreisen im Linienverkehr), Autobusgesellschaftsreisen (Mehrtagesfahrten)
bis 30. Tag vor Reiseantritt……………………………..10%
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt…………………….25%
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt……………………..50%
ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt…………………………65%
ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt………..85%
des Reisepreises.

2. Einzel-IT (individuelle Pauschalreisen im Linienverkehr), Bahngesellschaftsreisen (ausgenommen Sonderzüge)
bis 30. Tag vor Reiseantritt……………………………..10%
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt…………………….15%
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt……………………..20%
ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt…………………………30%
ab dem 3. Tag (72 Stunden) vor Reiseantritt……….45%
des Reisepreises.
Für Hotelunterkünfte, Ferienwohnungen, Schiffsreisen, Bus-Eintagesfahrten, Sonderzüge und Linienflugreisen zu Sondertarifen gelten besondere Bedingungen. Diese sind im Detailprogramm anzuführen.

Rücktrittserklärung
Beim Rücktritt vom Vertrag ist zu beachten:
Der Kunde (Auftraggeber) kann jederzeit dem Reisebüro, bei dem die Reise gebucht wurde, mitteilen, dass er vom Vertrag zurücktritt. Bei einer Stornierung empfiehlt es sich, dies
– mittels eingeschriebenen Briefes oder
– persönlich mit gleichzeitiger schriftlicher Erklärung
zu tun.

d) No-show
No-show liegt vor, wenn der Kunde der Abreise fernbleibt, weil es ihm am Reisewillen mangelt oder wenn er die Abreise wegen einer ihm unterlaufenen Fahrlässigkeit oder wegen eines ihm widerfahrenen Zu-falls versäumt. Ist weiters klargestellt, dass der Kunde die verbleibende Reiseleistung nicht mehr in Anspruch nehmen kann oder will, hat er bei Reisearten laut lit. c 1. (Sonderflüge, usw.) 85 Prozent, bei den Reise-arten laut lit. c 2. (Einzel-IT, usw.) 45 Prozent des Reisepreises zu be-zahlen. Im Falle der Unangemessenheit der obgenannten Sätze können diese vom Gericht im Einzelfall gemäßigt werden.

7.2. Rücktritt des Veranstalters vor Antritt der Reise
a) Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung befreit, wenn eine in der Ausschreibung von vornherein bestimmte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird und dem Kunden die Stornierung innerhalb der in der Beschreibung der Reiseveranstaltung angegebenen oder folgenden Fristen schriftlich mitgeteilt wurde:
– bis zum 20. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von mehr als 6 Tagen,
– bis zum 7. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von 2 bis 6 Tagen,
– bis 48 Stunden vor Reiseantritt bei Tagesfahrten.
Trifft den Veranstalter an der Nichterreichung der Mindestteilnehmer-zahl ein über die leichte Fahrlässigkeit hinausgehendes Verschulden, kann der Kunde Schadenersatz verlangen; dieser ist mit der Höhe der Stornogebühr pauschaliert. Die Geltendmachung eines diesen Betrag übersteigenden Schadens wird nicht ausgeschlossen.
b) Die Stornierung erfolgt auf Grund höherer Gewalt, d.h. auf Grund ungewöhnlicher und unvorhersehbarer Ereignisse, auf die derjenige, der sich auf höhere Gewalt beruft, keinen Einfluss hat und deren Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden kön-nen. Hiezu zählt jedoch nicht die Überbuchung, wohl aber staatliche Anordnungen, Streiks, Krieg oder kriegsähnliche Zustände, Epidemien, Naturkatastrophen usw.
c) In den Fällen a) und b) erhält der Kunde den eingezahlten Betrag zurück. Das Wahlrecht gemäß 7.1.b, 1. Absatz steht im zu.

7.3. Rücktritt des Veranstalters nach Antritt der Reise
Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung dann befreit, wenn der Kunde im Rahmen einer Gruppenreise die Durchführung der Reise durch grob ungebührliches Verhalten, ungeachtet einer Abmahnung, nachhaltig stört. In diesem Fall ist der Kunde, sofern ihn ein Verschulden trifft, dem Veranstalter gegenüber zum Ersatz des Schadens verpflich-tet.

8. Änderungen des Vertrages
8.1. Preisänderungen
Der Veranstalter behält sich vor, den mit der Buchung bestätigten Reis-preis aus Gründen, die nicht von seinem Willen abhängig sind, zu erhöhen, sofern der Reisetermin mehr als zwei Monate nach dem Vertragsabschluß liegt. Derartige Gründe sind ausschließlich die Änderung der Beförderungskosten – etwa der Treibstoffkosten – der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Landegebühren, Ein- oder Ausschiffungs-gebühren in Häfen und entsprechende Gebühren auf Flughäfen oder die für die betreffende Reiseveranstaltung anzuwendenden Wechselkurse.
Bei einer Preissenkung aus diesen Gründen ist diese an den Reisenden weiterzugeben. Innerhalb der Zweimonatsfrist können Preiserhöhungen nur dann vorgenommen werden, wenn die Gründe hiefür bei der Buch-ung im einzelnen ausgehandelt und am Buchungsschein vermerkt wurden. Ab dem 20. Tag vor dem Abreisetermin gibt es keine Preisän-derung. Eine Preisänderung ist nur dann zulässig, wenn bei Vorliegen der vereinbarten Voraussetzungen auch eine genaue Angabe zur Berechnung des neuen Preises vorgesehen ist. Dem Kunden sind Preisänderungen und deren Umstände unverzüglich zu erklären. Bei Änder-ungen des Reisepreises um mehr als 10 Prozent ist ein Rücktritt des Kunden vom Vertrag ohne Stornogebühr jedenfalls möglich (siehe Abschnitt 7.1.a.).

8.2. Leistungsänderungen nach Antritt der Reise
– Bei Änderungen, die der Veranstalter zu vertreten hat, gelten jene Regelungen, wie sie in Abschnitt 5 (Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen) dargestellt sind.
– Ergibt sich nach der Abreise, dass ein erheblicher Teil der vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erbracht wird oder nicht erbracht werden kann, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt angemessene Vorkehrungen zu treffen, damit die Reiseveranstaltung weiter durchge-führt werden kann. Können solche Vorkehrungen nicht getroffen werden oder werden sie vom Kunden aus triftigen Gründen nicht akzeptiert, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt gegebenenfalls für eine gleichwertige Möglichkeit zu sorgen, mit der der Kunde zum Ort der Abreise oder an einen anderen mit ihm vereinbarten Ort befördert wird. Im übrigen ist der Veranstalter verpflichtet, bei Nichterfüllung oder mangelhafter Erfüllung des Vertrages dem Kunden zur Überwindung von Schwierigkeiten nach Kräften Hilfe zu leisten.

9. Auskunftserteilung an Dritte
Auskünfte über die Namen der Reiseteilnehmer und die Aufenthaltsorte von Reisenden werden an dritte Personen auch in dringenden Fällen nicht erteilt, es sei denn, der Reisende hat eine Auskunftserteilung ausdrücklich gewünscht. Die durch die Übermittlung dringender Nachrichten entstehenden Kosten gehen zu Lasten des Kunden. Es wird daher den Reiseteilnehmern empfohlen, ihren Angehörigen die genaue Urlaubsanschrift bekanntzugeben.

10. Allgemeines
Die unter B angeführten Abschnitte 7.1. lit. c, vormals lit.b (Rücktritt), 7.1. lit d, vormals lit. c (No-show) sowie 8.1. (Preisänderungen) sind als unverbindliche Verbandsempfehlung unter 1 Kt 718/91-3 und sind nunmehr als solche unter 25 Kt
793/96-3 im Kartellregister eingetragen.



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